Jugendladen e.V. - offene Jugendarbeit in Hammelburg

In den letzten beiden Monaten folgten immer mehr Schulklassen unserer Einladung, den Jugendraum einmal zu besuchen und ausführlich vorgestellt zu bekommen. Dieses Angebot steht noch immer. Einfach anrufen und Termin ausmachen: 0170-8525180

Die Main-Post schrieb dazu folgendes:

Seit zehn Jahren gibt es den Hammelburger Jugendladen. Doch viele Jugendliche kennen die Einrichtung nicht oder haben falsche Vorstellungen von dem Jugendraum. Das wollen die beiden Vorstände Christian Fenn und Markus Merz ändern und laden deshalb die Schüler der achten bis zehnten Klassen ins Jugendzentrum ein, um ihnen den Raum vorzustellen und aufzuzeigen, welche Möglichkeiten er für ihre Freizeit bietet.

Seit Dezember gibt es diese Besichtigungsmöglichkeit. Zwischenzeitlich haben mehrere Klassen dieses Angebot genutzt. Alleine am vergangenen Montagmorgen empfing der Vorstand des Vereins über 70 Schüler aus dem Gymnasium.

Obwohl manche Jugendliche den Raum schon kennen, sind viele der Achtklässer keine regulären Juz-Besucher, hat Christian Fenn festgestellt. Das liege zum einen daran, dass sie keine konkrete Vorstellung vom Jugendladen haben, zum anderen an „falschen Gerüchten“.

Fenn und Merz klärten die Gymnasiasten über das Juz-Leben auf und versuchten so, Vorurteilen abzubauen. Der Jugendladen wartet mit einer ganzen Palette von kostenlosen Angeboten auf. So gibt es dort zwei Billardtische, Kicker, Dart, viele Gesellschaftsspiele, Internet und Playstation – „alles kann gratis genutzt werden“, sagt Fenn. Daneben sorgt eine Musik- und Lichtanlage für die passende Stimmung. „Weil alles umsonst ist, müssen wir unsere Einnahmen selbst erwirtschaften“, erläutert Fenn den Schülern. So habe es sich ergeben, dass Jugendliche, die den Raum über eine längere Zeit besuchen, irgendwann aktiv werden, um gemeinsam mit den anderen dafür zu arbeiten. „Das meiste Geld kommt bei uns über Dienstleistungen rein“, informiert Markus Merz. „Wir übernehmen zum Beispiel die Bewirtung bei einer Hochzeit und erhalten dafür eine Spende für den Raum.“ Und weil im Jugendraum alle freiwillig arbeiten, sei es auch selbstverständlich, dass Besucher den Raum wieder ordentlich verlassen. „Sonst müsste die Arbeit ja jemand anderes tun“, erklärt Merz das Prinzip.

Auch die Sorgen mancher Eltern sind den Vorständen bekannt. Wer noch nie im Jugendraum war, stelle sich dort einen schlechten Umgang für seine Kinder vor. Aber auch hier beruhigen die Vorsitzenden: „Bei uns ist immer eine Aufsicht da und es passiert definitiv weniger Unsinn als irgendwo draußen auf der Straße.“ Rauchen sei im regulären Juz-Betrieb sowieso tabu.

Besonders beeindruckt sind die Schüler davon, dass im Jugendzentrum alles von Ehrenamtlichen selbst organisiert wird. Fenn möchte mit solchen Aktionen den Jugendlichen Mut machen, ihre Ideen zu äußern und gemeinsam etwas zu bewegen.

Nur kurz haben die Jugendlichen danach Zeit, um alle Angebote mal auszuprobieren, denn die beiden Schulstunden sind schnell um. Doch schon zwei Stunden später füllt sich der Raum wie jeden Mittag mit neuen Jugendlichen. Und das schon seit über zehn Jahren.